Walt Disney gilt als Erfinder von Mickey Mouse, Donald Duck und Co. und zugleich als einer der erfolgreichsten Filmproduzenten der Nachkriegszeit.
Disneys Jugend und frühe Karriere
Walt Disney wurde am 5. Dezember 1901 als Walter Elias Disney in Chicago geboren. Gemeinsam mit seinen vier Geschwistern musste er schon bald auf der elterlichen Farm mithelfen. Da er sich schon früh für das Zeichnen interessierte, besuchte Walter im Alter von 14 Jahren einen Kunstkurs, der ihm quasi als Klettergerüst für seine spätere Karriere diente.
Nachdem er im Zweiten Weltkrieg als Krankenwagenfahrer der US-Army in Frankreich gedient hatte, begann Disney nach Ende des Krieges schließlich gemeinsam mit dem begabten Künstler und Zeichner Ubbe Iwerks Zeichnungen und Trickfilme für Werbefilme anzufertigen.
Ab dem Jahr 1926 überließ Disney das Entwerfen und Zeichnen immer mehr seinem Kollegen und Freund Ube Iwerks und widmete sich vielmehr dem Produzieren der Filme.
Durchbruch mit Mickey Mouse
Im Jahr 1927 entstand die Figur der Mickey Mouse, der erste Mickey Mouse-Film war Plane Cray. Im Jahr 1928 kam Steamboat Willie in die Kinos, der einer der ersten vertonten Trickfilme war und heute fälschlicherweise oftmals als der erste Mickey Maus Film bezeichnet wird – tatsächlich aber war es derjenige Film, mit dem Mickey Maus weltberühmt wurde.
Weitere Filme, in denen auch erstmals die anderen, später so populären, Charaktere wie Donald Duck, Goofy oder Pluto vorkamen, erschienen. Im Laufe der Jahre wurde Donald Duck der eigentliche Star, das Publikum mochte den tollpatschigen Enterich einfach lieber als die teilweise etwas besserwisserisch wirkende Maus. Ab 1940 kamen immer weniger Filme mit Mickey Maus in der Hauptrolle in die Kinos, dafür immer mehr Filme mit Donald. Da Mickey Maus jedoch die absolute Lieblingsfigur von Disney war, entschloss er sich, Mickey wieder seine frühere Popularität zu verschaffen und machte die Maus zur Hauptfigur seines Films „Fantasia“, im deutschsprachigen Raum besser bekannt als „Der Zauberlehrling“. Der Film wurde ein voller Erfolg, was vor allem auch an der Kombination aus Trickfilm und klassischem Konzert lag.
Weitere weltberühmte Filme
Danach folgten weltberühmte Klassiker wie „Dumbo“, “Schneewittchen”, “Bambi” oder “Cinderella”.
Disney produzierte jedoch nicht nur Trickfilme, sondern auch Spielfilme wie „Die Schatzinsel“ oder „20.000 Meilen unter dem Meer“, daneben auch Dokumentarfilme wie „Sea Island“ oder „Die Wüste lebt“. Disney erhielt für Schneewittchen und Sea Island je einen Oscar (für Schneewittchen einen großen Oscar und sieben Miniaturoscar, die die sieben Zwerge symbolisieren sollten).
1955 eröffnete Disney dann den ersten Themenpark: das Disneyland in Anaheim. Der Park galt als Vorbild für alle später folgenden Disneyparks und ist nach wie vor ein Abenteuerspielplatz für Jung und Alt. Walt Disney starb 1966 an Lungenkrebs. Bis heute aber trägt die Produktionsfirma seinen Namen und produziert nach wie vor Trick- und Spielfilme wie etwa die “Fluch der Karibik”-Reihe.