Superman

Die ganze Welt kennt ihn: den Mann aus Stahl, der höchstens bei Kryptonit und Lois Lane schwach wird. Doch wie und wann wurde Superman eigentlich erfunden? Dieser Frage wollen wir in diesem Beitrag auf den Grund gehen und die Entstehungsgeschichte des Superhelden vom Planeten Krypton näher beleuchten.

Wie wurde Superman erfunden?

Die erste Idee und das Konzept der Superman Reihe hatten nicht etwa Science Fiction Autoren oder professionelle Comic-Zeichner, sondern zwei Jugendliche aus Ohio. Jerry Siegel und Joe Shuster entwickelten in den frühen 1930er Jahren das Konzept und die Geschichte rund um Superman. Die beiden hatten sich während ihrer gemeinsamen Schulzeit in Cleveland, Ohio, kennengelernt. Da beide begeisterte Leser von Science Fiction Romanen waren, kamen sie auf die Idee, selbst ein Science Fiction Magazin herauszubringen. Der Name den sie ihrem Magazin gaben, war denkbar einfach, es hieß schlicht „Science Fiction“. Siegel schrieb die Geschichten und Shuster zeichnete die dazu passenden Bilder.

Superman begann als Schurke

Anfangs war Superman allerdings kein Guter, sondern ein Schurke. In der ersten Supermangeschichte ist der Mann aus Stahl ein glatzköpfiger Bösewicht, der mit Telekinese und übermenschlichen Kräften ausgestattet ist. Schließlich kamen die beiden allerdings auf die Idee, aus ihrem Schurken einen Kämpfer für die Gerechtigkeit zu machen und sein Erscheinungsbild dementsprechend zu verändern. Also verschwanden die telekinetischen Kräfte, dafür konnte Superman Autos hochstemmen und einen ganzen Raum voller Designermöbel kurz und klein schlagen.

Anfänglicher Misserfolg

Ganze vier Jahre versuchten die beiden Erfinder des Comic-Helden verzweifelt, ihre Supermarkt Comics an Zeitungen und Verlage zu verkaufen. Alle jedoch lehnten sie mit der Begründung ab, Superman sei zu kindisch und zu unrealistisch. 1938 erbarmte sich schließlich der National Publications Verlag und nahm Superman in seine erstmalig erscheinende Ausgabe von „Action Comics“ auf. Allerdings nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil man für die erste Auflage von Action Comics noch zu wenig Material hatte. Die erste Ausgabe von Action Comics verkaufte sich hervorragend, was Siegel und Shuster zu einem fixen Job beim National Publications Verlag verhalf. Leider waren die beiden so naiv, die Rechte an Superman um lächerliche 130 US-Dollar an den Verlag zu verkaufen. Erst Jahre später und nach einem langem Rechtsstreit gewährte ihnen Time Warner, inzwischen Besitzer des Verlags, eine jährliche Rente von 24.000 US-Dollar und ihre Namen werden seitdem am Ende jedes Superman-Comics erwähnt.

Superman wurde zu einer weltweiten Erfolgsgeschichte, sogar im verfeindeten Japan las man während des Zweiten Weltkriegs die Comics, lange bevor sich dort die Manga – Comics etabliert hatten. Nach dem Ende des Krieges verbreite sich Superman auch in Europa und wurde immer beliebter. Schließlich folgten die berühmten Filme mit dem später so tragisch verunglückten Christopher Reeve in den 1980ern und die Fernsehserie in den 1990ern. Bis heute ist Superman einer der erfolgreichsten Comics weltweit, erst vor wenigen Jahren kam eine Neuverfilmung von Superman in die Kinos.

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